Umgang mit kleinen Kindern während der Corona-Krise

Umgang mit kleinen Kindern während der Corona-Krise

In diesem Moment leben wir überall auf der Welt in einer nie dagewesenen Situation durch die schnelle Ausbreitung des neuartigen Covid 19 Virus.

Für alle Menschen ist das eine große Herausforderung, stellt sie doch unser ganzes bisheriges Leben „auf den Kopf“, verursacht Stress und Ängste, weil alles anders geregelt werden muss, als bisher.

Wir Erwachsenen können dabei Strategien entwickeln, mit dieser belastenden Situation umzugehen: Beziehungen auf digitaler Ebene pflegen, Erklärungen finden, um die Entwicklung der Lage zu verstehen. Wir können unsere Vernunft einsetzen, die sagt, wie die Dinge einzuordnen sind, zum Beispiel Möglichkeiten finden, die Versorgung der Familie zu regeln und wir können unseren Gefühlen Ausdruck verleihen, ihnen Worte geben, beispielsweise Wut, Ärger oder Angst ausdrücken. Auch das alles kann schon schwer genug sein.

Wie sieht es in dieser Situation mit den kleinen Kindern aus?

Im Folgenden werden wir versuchen, verständlich zu machen, was das alles für Kinder bedeutet und auch, wie wir Erwachsenen Ihnen helfen können, mit dieser neuen Situation umzugehen. Dazu sollen natürlich auch ganz praktische Empfehlungen dienen!

Kinder haben in der Regel:

  • weniger Lebenserfahrung, in die sie die Ereignisse einordnen können
  • können Probleme weniger in Eigenaktivität lösen
  • haben weniger sprachliche Ausdrucksmöglichkeiten
  • ein distanzierter Blick auf die Ereignisse ist nicht möglich

Je jünger ein Kind ist, umso mehr ist es der Verunsicherung durch die Veränderungen ausgeliefert und auf uns Erwachsene angewiesen. Kinder reagieren auf starke Verunsicherung sehr verschieden, vielleicht beobachten Sie Veränderungen im Verhalten ihres Kindes?

  • Schlafstörungen, nächtliches Aufwachen und langes Weinen?
  • Bauchschmerzen ohne erkennbare Ursache?
  • Appetitmangel?
  • Bettnässen, erneutes Einnässen auch bei Kindern, die schon windelfrei sind?
  • öfter erkältet?
  • aggressives Verhalten?
  • Verstummen? Zurückgezogen sein?

Kinder reagieren auf verstörende Ereignisse oft mit den nicht willentlich steuerbaren Organfunktionen ( vegetatives Nervensystem: Schlaf/ Verdauung)

Ganz wichtig dabei ist: Das Kind sucht nur ein Ventil, um das Belastende loszuwerden und das müssen wir respektieren !

Nicht das Kind ist nicht okay, sondern es ist die Situation, die nicht normal ist!

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