Anregungen für den Alltag mit Kindern Zuhause

Anregungen für den Alltag mit Kindern Zuhause

Vielleicht kann man die Verlangsamung unseres sonst oft so hektischen Lebens auch nutzen, sich wieder verstärkt um Wesentliches zu kümmern: Zeit für die Kinder und den Partner haben! Den Kindern vielleicht besondere Spielsachen anbieten. Einige der Vorräte an Betttüchern zum Häuschen-Bauen nutzen, den Wäscheständer oder einen großen Karton als Hütte zu verwenden, ein dickes Seil zum Balancieren auf den Boden legen und auch Papa und Mama probieren mal, darauf zu laufen…… Da sind kreative Einfälle gefragt, dir für Kind je nach Alter und Temperament passen.

Versuchen Sie, den Mangel an Bewegung auf Spielplätzen, die ja nun gesperrt sind, auszugleichen, indem zu Hause Bewegungsspiele angeboten werden, vielleicht mit den Möbeln, die dafür geeignet sind, einen Parcours aufzubauen mit Haushaltsleiter, Stühle, Kissen. Fangspiele, Verstecken kann man auch drin spielen, die Nachbarn vielleicht vorwarnen, die hoffentlich Verständnis aufbringen.

Gehen Sie an die frische Luft! Wer keinen Garten hat, geht vielleicht an einen sonnigen Platz, wo es erlaubt ist sich aufzuhalten und lässt dort die Kinder spielen, während man selbst zuschaut und entspannt und „nichts” tut. Sonnenlicht ist wichtig für das Immunsystem und das sollten wir unterstützen!

Vermeiden Sie, nun so einfach in den Tag hineinzuleben, sondern versuchen Sie einen guten Tagesrhythmus beizubehalten, es gibt den Kindern Halt und Sicherheit und erleichtert Vieles! Das sind einige praktische Vorschläge, um mit der momentanen Situation umzugehen, vielleicht ist die eine oder andere Idee für Sie dabei.

Die Anregungen sind so zu verstehen, dass man nun mehr Zeit hat, mit dem Kind zusammen etwas zu tun aber dies im Gleichgewicht stehen muss zu Zeiten am Tage, wo jeder seinem eigenen Impuls folgend, etwas tut: das Kind spielt dann auch ohne Anregung (böse gesagt: Bespaßung) in Ruhe alleine oder mit den Geschwistern und der Erwachsene erledigt Dinge für sich. Es ist unbedingt nötig, sich gegenseitig auch diese Freiräume zu ermöglichen, sonst geht man sich bald „auf den Wecker“. Also auch hier auf einen guten Rhythmus achten zwischen „In-Beziehung-sein“ und „Für-Sich-Sein“. Aber viel wichtiger ist, welche Haltung Sie zu der außergewöhnlichen Lage gewinnen könnt, denn daran orientieren sich Ihr Kinder am meisten!

Natürlich ist man verunsichert, denn keiner von uns hat so etwas schon erlebt. Da darf man auch vor den Kindern mal sagen: „Puh, das ist aber eine verkehrte Welt, die wir gerade haben! Aber das gibt’s im Leben und das geht auch wieder vorbei. Das sind neue Bestimmungen, wie zum Beispiel, dass man nicht über eine rote Ampel gehen darf, damit nichts passiert.” Das braucht Zuversicht und Gelassenheit.

Passen Sie auch auf sich selbst auf und sprechen Sie mit Eurem Partner ab, wer wann welche Rückzugsmöglichkeiten bekommt, zum Lesen, Telefonieren, Nachrichten durchsehen auf dem Handy etc., Schlafen(!), und wer in dieser Zeit bei den Kindern ist. Überlegen Sie, was Sie stärkt und wie Sie in eine innere Aktivität kommen könnt, wenn die äußeren Aktivitäten nicht mehr alle zur Verfügung stehen. Vielleicht beim Gedichte lesen oder Klavier und Gitarre spielen.

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